Die Geschichte des Rollladens

Die eigentlichen Ursprünge bzw. Wurzeln des Rollladen- und Jalousiebauer-Handwerks reichen bis in die spätrömische Zeit zurück.

Bereits die Römer kannten als Fensterverschluß den Fensterladen, der sich oben und unten in je einem Holzzapfen, der aus dem Rahmen herausgearbeitet war, drehte.

Ein Original eines solchen Fensterladens ist heute noch im Königlichen Museum in Berlin zu besichtigen.

Die Romanen lernten an morgenländischen Bauten Gitterfenster kennen, die den Blick von außen nach innen verwehrten; sie nannten sie italienisch „gelosia“, spanisch „celosia“. französisch „jalousie“. Sämtliche Bezeichnungen basieren auf dem griechisch-lateinischen Begriff „celus“ (Eifer-Eifersucht).

Für Wohnhäuser wurden als zusätzliche Verschlüsse für Fenster die beweglichen Jalousien entwickelt. Als ihr Erfinder gilt der französische Kunsttischler Cochot in Paris. Er erhielt im Jahre 1812 ein Patent auf seine Erfindung, bei der Brettchen in Ketten hängen und sich durch Schnüre hochziehen und zwischen der horizontalen und fast vertikalen Lage beliebig verstellen lassen.

 

Für Wohnhäuser wurden als zusätzliche Verschlüsse für Fenster die beweglichen Jalousien entwickelt. Als ihr Erfinder gilt der französische Kunsttischler Cochot in Paris. Er erhielt im Jahre 1812 ein Patent auf seine Erfindung, bei der Brettchen in Ketten hängen und sich durch Schnüre hochziehen und zwischen der horizontalen und fast vertikalen Lage beliebig verstellen lassen.

Zuvor wurde aber bereits 1767 die „chalousie“ in der Schweiz, 1784 die „Schaluserl“ in Österreich und 1790 die „Jalousie“ in Deutschland urkundlich erwähnt.

Wenn die Jalousie nicht gebraucht wurde, wurde sie zunächst zu einem Paket hochgezogen (Zugjalousie). Später wurde sie dann auch auf eine Welle aufgewickelt (Rolljalousie). Durch weitere Entwicklungen entstand dann aus der Rolljalousie der Rollladen.

Auch dieser Begriff ist wieder französischen Ursprungs und stammt von dem Wort „rouler“ bzw. auch von „Rouleau“ ab. Als erstes greifbares Datum in der jüngeren Geschichte des Rolladen- und Jalousiebauer-Handwerks gilt das Jahr 1854!

In diesem Jahr gründete nämlich Heinrich Freese in Hamburg die „1. Deutsche Jalousiefabrik“, die heutige Firma Riediger & Franck

Diese Firma stellte zunächst nur verstellbare „Zugjalousien“ her, bei denen in seitlichen Holzführungsrahmen schmale. dünne Holzblättchen durch Tragbänder geführt und mittels Zugschnüre bedient wurden. Diese Jabusien dienten vornehmlich dem Schutz gegen Sonne und Einsicht von außen. Sie fanden sofort reißenden Absatz in vornehmen Villen, aber auch in großen Verwaltungsgebäuden.

Im Grunde genommen unterschieden sich diese Zugjalousien aus dem Jahre 1854 nur unwesentlich von den heutigen Jalousien. Der wesentliche Unterschied besteht eigentlich nur darin, daß anstelle der Holzbrettchen und Holzführungsrahmen heute Aluminium verwendet wird. (von technischen Einzelverbesserungen einmal abgesehen!)

Zu diesen Zugjalousien trat dann später die Rolljalousie für Schaufenster und Wohnräume, die dann im Laufe der Zeit den Namen „Rollladen“ erhielt und diesem Berufsstand den eigentlichen Namen gab.

G. Kowatsch (Quelle: Lehr- und Arbeitsblätter für das Rolladen- und Jalousiebauerhandwerk)